Drängelgitter, Schikanen oder, wie es im Fachjargon heißt, Umlaufschranken dienen dem Schutz des Bürgers. Der Meinung ist jedenfalls die Kaarster Verwaltung, die unlängst am S-Bahn-Haltepunkt Büttgen die größte Sperranlage für Radfahrer in Kaarst installiert hat.
Grund für das monströse Bauwerk ist die seit Jahren von Polizei und Verwaltung immer wieder heraufbeschworene abstrakte Gefahrenlage, die allerdings weder durch gemeldete Gefährdungssituationen noch durch aktenkundige Unfälle belegt werden konnte.
Was haben die Sperren tatsächlich gebracht? Die großzügige Breite der Zufahrten wird auf ca. zwei Meter verengt. Radfahrer und Fußgänger müssen sich gleich zwei Mal durch die Engpässe zwängen. Für routinierte Radfahrer stellen die Sperrgitter kein ernsthaftes Hindernis dar. Ältere Menschen müssen absteigen, schaffen hinter der Barriere das Anfahrn am Berg nicht mehr und müssen ihr Rad mühsem schieben. Weitere Betroffene sind Radfahrer mit Anhänger oder Kindersitz. ... Lesen Sie den ganzen Text und diskutieren Sie mit uns im Forum.
| Zwei Fahrerinnen nähern sich der Schranke | Die bergauf Fahrende gibt auf und steigt ab | Die Mutter mit Kind muss absteigen |
| Ein Paar trägt sein Tandem über die Treppe |
